Einzum

Aus ChaosLARP-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche


Lage des Landes

Einzum.gif

Das Fürstentum Einzum liegt im Westen des Kaiserreiches. Im Norden begrenzt vom Schwarzwald und dem Fürstentum Eslador, im Westen benachbart zur Handelsstadt Brüggenau und dem Fürstentum Ährenfeldt, im Süden an das Fürstentum Zwischenwald und den Elbenwald Ameran anschließend, stößt Einzum im Westen an das vulkanische Gebiet Begheras.



Landesfarben

Die Landesfarben sind Schwarz (für das Vulkangestein und die langen Winternächte im Westen), Srün (für die fruchtbaren Ebenen im Osten) und Gold (für das erhabene Fürstengeschlecht).



Wappen

Wappen einzum.jpg

Auf schwarz-grün gespaltenem Grund zeigt das Wappen einen goldenen Doppeladler.

Der Doppeladler als Wappentier des Herrschergeschlechts steht heute für die Übersicht, Wachsamkeit und Weisheit, aber auch Wehrhaftigkeit Einzums.



Zeitrechnung

Seitdem man denken kann, wird im Fürstentum Einzum der lupianische Kalender genutzt.



Geographie

Einzum geo.gif

Das Fürstentum mit einer Fläche von ca. 120'000 km² besteht aus sieben Baronien (Einzumseck, Warian-Au, Große Flur, Schattenflur, Finstergrund, Lavagrund und Elbgrund) und der Hauptstadt, der freien Stadt Kronau, eine am Ufer des Warianfluß gelegene, wohlhabende Handelsstadt.



Die Baronien

... Einzumseck, Große Flur, Warian-Au und damit der östliche Teil von Schattenflur sind auch über die Landesgrenzen hinweg bekannt, während man außerhalb des Fürstentums zwar von der Existenz weiterer Baronien im Westen weiß, jedoch alles Weitere relativ unbekannt ist.

Einzumseck

Zwischen zwei Flüssen gelegen verfügt die Baronie über sehr fruchtbare Böden, so dass es nicht verwundert, dass hier viel Landwirtschaft betrieben wird. Viele Höfe und Weiler prägen das Landschaftsbild und weite Felder erstrecken sich über das fast ebene Land. Doch gerade im Bereich der Flussniederungen findet man auch noch größere Waldgebiete, da diese als Schutz vor Überschwemmungen, die gerade in den flussnahen Gebieten nach jedem größeren Regenschauer öfters vorkommen, benötigt werden.

Warian-Au

Wie die Baronie Einzumseck gilt sie als die Kornkammer des Fürstentums. Auch hier findet man fruchtbaren Boden, der aber nicht so stark von Überschwemmungen heimgesucht wird. Nur wenn es im Gebirge starke Regenfälle gab, tritt der doch recht friedliche Warian über seine Ufer. Während der Osten der Baronie auch stark landwirtschaftlich geprägt ist, so findet man im Westen, zum im Nebel liegenden Elfenwald Ameran zu, ausgedehnte Waldgebiete. Diese lichten Laubwälder sind das persönliche Jagdgebiet des Regenten und unterstehen damit direkt der Krone.

Große Flur

Eine weite, grasbewachsene Ebene mit einigen lichten Wäldern – das ist die Baronie Große Flur. Die einstmals großen Herden wilder Rinder sind verdrängt worden von den Rinderherden der Züchter, denn wenn die vorherig genannten Baronien die Kornkammern sind, dann ist diese Baronie die Schlachtkammer. In den vegitativ kargeren Gebieten, vornehmlich im Nordwesten, lockern die großen Schafherden das Bild auf. Vornehmlich aus dieser Baronie und aus der angrenzenden Baronie Schattenflur stammt die qualitativ hochwertige Schafswolle, die auch für den Export bestimmt ist.

Schattenflur

Der Boden ist hier nicht mehr so gut wie in den vorgenannten Gebieten des Fürstentums – und je weiter westlich man kommt, desto schlechter werden sie. Nur wenige Rinder sieht man hier, dafür bevölkern neben den Schafen auch viele Ziegen diese Gegend. Eine Gegend, die gerade an der nördlichen Grenze spärlich besiedelt ist. Wenn man hier auf Behausungen trifft, dann sind es Haufendörfer, die sich mit einer Palisade schützen – die Wesen, die im Schwarzwald hausen, haben schon zu viele Opfer gefordert und Menschen verschleppt.

Finstergrund

Ähnlich ist es auch in der benachbarten Baronie Finstergrund, in der die borealen Wälder von Sumpf- und Moorgebieten unterbrochen werden. Es mag nicht verwundern, dass diese Baronie nur sehr spärlich besiedelt ist. Hier liegt aber eine der stärksten Garnisonen und Garnisonssiedlungen des Fürstentums, denn wo könnte man die Truppen besser ausbilden als im ständigen Kampf gegen das Gezücht aus dem Schwarzwald und den Kreaturen, die in den eigene Wäldern und Mooren ihr Unwesen treiben?

Lavagrund

Wenn man an die grünen und blühenden Landschaften im Osten des Fürstentums denkt, wird man kaum glauben, dass die Baronie Lavagrund zum selben Land zählt: Eine Gesteinswüste, in der einige Moose, Flechten und Farne die einzigen Anzeichen von Leben sind. Vor langer Zeit wurde das Land unter dem Magma des benachbarten Vulkans begraben und nur die Lava blieb übrig. Lava, in der in weiten Teilen der Baronie große Erzvorkommen lagern. So leben hier in erster Linie Bergarbeiter, die das Eisenerz im schweißtreibenden Untertagebau schürfen.

Elbgrund

Die Zeit des friedlichen und ausgedehnten Handels zwischen den Elben des benachbarten Ameran und den Bewohnern des Großfürstentums hat nur noch in einigen alten Legenden überlebt. So ranken sich viele Legenden und viel Aberglaube um dieses Volk. Hier in Elbgrund geht man seinem friedlichen Tagwerk nach, unbeachtet von der großen Politik. So hat sich hier im Fürstentum die höchste Handwerkskunst im Spinnen, Weben, Töpfern, Schnitzen und Schmieden entwickelt – auch wenn es ausschließlich Waren für den täglichen Gebrauch sind und zum Ärger des Fürstenhofes noch keine Luxusgüter aus dieser Baronie stammen.



Klima, Flora und Fauna

In Einzum herrscht gemäßigtes Klima, wobei sich das Land in verschiedene Klimakleinzonen unterteilt.

Die Baronien Einzumseck, Große-Flur und Warian-Au bieten, durch warme Sommer und, besonders in der Baronie Einzumseck und entlang der Flüsse, milde Winter gute Bedingungen für eine landwirtschaftliche Nutzung.

In der Baronie Schattenflur und dem östlichen Teil der Baronie Elbgrund sind die Sommer weniger warm und die Winter weniger mild, als in den östlichen Landesteilen. Lichte Wälder, meist Buchenwälder, und - nach Westen zunehmend - Steppen bestimmen das Land.

Die Baronie Fintergrund und und der westlichen Teil der Baronie Elbgrund sind merklich kühler, als der Osten des Landes. Lange und harte Winter wechseln sich hier mit gemäßigt warmen Sommern ab. Die Landwirtschaft reicht nur knapp, um das Volk zu ernähren und Mißernten stellen eine Katastrophe dar. Doch die dichten, borealen Wälder, die sich mit Sumpfgebieten abwechseln, bieten reiches Wildvorkommen, das jedoch nich vom gemeinen Volk bejagt werden darf.

Auch in der Baronie Lavagrund kennt man harte Winter und selten heiße Sommer, aber auch relativ viele Überschwemmungen, die durch das Schmelzwasser aus Beghera entstehen, wenn im Winter der Schnee an den Hängen des Vulkans schmilzt. Doch durch die früheren Ströme aus dem Vulkan von Beghera besteht die Baronie fast ausschließlich aus felsigen Boden, der sich nicht wirklich zum Ackerbau eignet, aber in der Tiefe voller Erzen ist, die dort abgebaut werden.


Die Tierwelt in Einzum ist unter anderem reich an Rotwild und Wildschweinen, aber auch Bären und Wölfe. Weitere Tiere, die häufig vorkommen, sind Luchse, Dachse, Rotfüchse, Rehe und - im Westen - Adler. Zu den größten und gefährlichsten Raubtieren in den westlichen Wäldern des Fürstentums zählen aber die gefürchteten Werwölfe.


Bevölkerung

Im Fürstentum Einzum leben fast ausschließlich Menschen. Es mag in Kronau auch noch Zwerge geben (meist Handwerker) und in den landwirtschaftlich geprägten Baronien im Osten einige Halblinge, aber sonst sind diese Rassen doch eine solche Seltenheit in Einzum. Die (Land-) Bevölkerung reagiert auf Nichtmenschen im Normalfall misstrauisch, ablehnend und abergläubisch.


Das Volk

Die Masse des Volkes lebt in Dörfern, Weilern und kleinen Städten über das Land verteilt als Handwerker und Bauern. Die Handwerkergilden, die alle in Kronau ihren Hauptsitz haben, kontrollieren dabei die Ausübung des Handwerks. Bei ihnen muss sich jeder Lehrling einschreiben und durch entsprechende Unterlagen, meist von einem guten Leumund, seine formelle Befähigung vorweisen. Auch muss vor den Gilden die Meisterprüfung abgelegt werden und sie kontrolliert und genehmigt die freischaffend tätigen Handwerker, damit die regionale Konkurrenz nicht zu groß wird.

Das Gros der Bevölkerung ist aber, vor allem im östlichen Fürstentum, in der Landwirtschaft tätig. Unter ihnen ist der Anteil der Hörigen besonders hoch, da das meiste Land dem Adel gehört.


Vom Leben und den Menschen in Einzum

Die Landbevölkerung Einzums ist von einfachem Gemüt. Nur wenige von ihnen können Lesen und Schreiben und wenn, dann meistens nicht besonders gut. Wenn ein Bauer mal bis zur Hauptstadt Kronau gekommen ist, dann war das schon weit. Die Bewohner eines Hofes kommen gerade mal eine Tagesreise bis zu den nächsten Dörfern von ihrer heimatlichen Scholle weg.

Daher wissen sie von den Geschehnissen in der Welt nur das, was sie von den wenigen Reisenden erfahren. Aber natürlich gibt es genug Klatsch und Tratsch in der Umgebung, mit dem man sich beschäftigen kann und die „Heldengeschichten“ des Fürsten und seiner Familie, mit denen man sich unterhält. Aber auch das Wetter und die Landwirtschaft ist ein Quell jedes Gespräches.

Das Fürstenhaus ist beliebt und der Fürst ist geachtet als gerechter Herrscher. Ein normaler Einzumer würde nie etwas gegen das Fürstenhaus sagen oder gar gegen dieses Handeln. Der Fürst ist Garant für den Frieden und die Gerechtigkeit im Land und beschützt die Männer und Frauen vor den „dunklen Mächten“. Wobei natürlich jeder zum Wohlergehen des Landes seinen Beitrag zu leisten hat.

Es gibt „dunkle Mächte“, vor denen sich die Bewohner Einzums fürchten, sie sind mannigfaltiger Figur und entspringen oft einem tief sitzenden und weitverbreiteten Aberglauben, der sich auch in Volksmärchen ausdrückt. Der Aberglaube bietet auch viele andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Deutung des Vogelfluges, von Wetteromen, jedes unerklärliche Phänomen ist verdächtig. In den Volksmärchen stehen meist Vampire, Werwölfe, Zauberer und Hexen für die „dunklen Mächte“, welche die Menschen bedrohen.

Kein Wunder also, dass in Einzum Magie in jeder Form misstrauisch beäugt wird und seine Ausübung unter Strafe steht. Früher wurden magiebegabte Kinder getötet, doch schon seit Jahrhunderten werden sie vom Fürsten „weg gesperrt“. Die weiblichen Magiebegabten, die nicht weggesperrt werden, werden irgendwann zu Hexen (welche auch Babajagas genannt werden) und schaden dem einfachen Volk. Daher ist es nicht unüblich, dass Frauen der Hexerei angeklagt und auf einem Scheiterhaufen verbrannt werden. Eine normale und in den Augen der Bewohner auch richtige Praxis.

Ebenso misstrauisch beäugt werden Nicht-Menschen. Der normale Einzumer hat in seinem Leben vielleicht mal einen Hobbit gesehen, aber alle anderen Nicht-menschlichen Rassen sind ihm fremd. Einzig die Völker der Elben und Zwerge kennt er von alten Erzählungen. Man kann sich vorstellen, wie solch einfache Bauern dann auf solche Rassen reagieren, was von Neugierde über Misstrauen bis zu offener Ablehnung reichen kann.

Die Gesellschaft in Einzum folgt einer klaren Hierarchie. Man hegt keinen Zweifel an der göttergefälligen Ordnung mit dem Fürsten an der Spitze (nicht dem Kaiser, welcher auf dem Land keine Rolle spielt). Diese göttergefällige Ordnung ist aber auch in der Familie erkennbar, wo der Bauer über seine „Schutzbefohlenen“ mit voller Macht gebietet. Dazu zählt auch seine Frau, die er zwar nicht töten oder verkaufen darf, die ihm aber sonst vollständig unterstellt ist und auch mit Prügel bestraft werden kann.

Ergo bedeutet das aber auch, dass in Einzum (zumindest auf dem Land) eine klare Geschlechtertrennung herrscht. Eine Frau mit Waffe mag am Hof geduldet werden, sonst ist es aber wider die göttliche Ordnung, denn es gilt für Frauen sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern und dass sie alleine reisen ist absolut unüblich. Auch, weil ja die Frauen nicht so viel „wert“ sind wie Männer und in Stärke, Kraft und Intelligenz sowieso unter dem männlichen Geschlecht stehen.



Religion

In der ländlichen Bevölkerung ist der Glaube an Mutter Natur, die in vielen Landstrichen den Namen Gaia trägt und ihre Tochter Korni sehr verbreitet. Vor allem im landwirtschaftlich geprägten Osten findet man am Wegesrand immer wieder kleine Stelen und Schreine, an denen Korni mit Kornkränzen um eine reiche Ernte gebeten wird. Kerzen wird man dort jedoch vergeblich suchen, denn das Feuer gilt als ärgster Feind Kornis.

Der Glaube an Amabilia und an Lunos ist im Fürstentum Einzum nur wenig verbreitet. Von beiden Göttern findet man nur einen Tempel in der Altstadt von Kronau, wobei der Tempel von Lunos durch die Händler der Stadt zumindest gut ausgestattet ist. Auch Akalar wird außerhalb der Hauptstadt und Burgen der Baronien nur wenig angebetet, gilt er doch in Einzum eher als Gottheit der herrschenden Klasse.

Verehrung in allen Schichten der Bevölkerung wird darüber hinaus besonders Soteira entgegen gebracht. Diese Verehrung beruht auch auf der Legende, nach der sie Mitbegründerin des herrschenden Fürstengeschlechts ist. Sie empfängt als Göttin der Anderswelt die Toten, so dass ihr Opfergaben an Kreuzwegen, Friedhöfen und auf Türschwellen dargebracht werden.

Vor allem im ländlichen Raum (also fast überall außerhalb der Hauptstadt) herrscht ein jahrhundertealter Aberglaube vor, der in vielen Aspekten der Umwelt Omen, seltsame Zeichen, andersartige Geschöpfe und weitere Mysterien sieht.



Regierung

Herrschaftsform

Unbeschränkte, absolutistische Erbmonarchie.

Regent

Fürst Karel II. aus dem Geschlecht van Elthing et de Hoek, das schon seit dem Jahre 257 über das Fürstentum Einzum regiert, herrscht über das Land im Westen des Kaiserreiches Lupien. Das Fürstengeschlecht führt seine Ahnenlinie bis zur Göttin Soteira zurück, die eine Liebesgeschichte mit dem Stammvater der Familie gehabt haben soll.

Der Adel

Der Adel gliedert sich in die sechs Barone, die als Lehnsvasallen dem Fürsten selbst unterstehen. Einige überlassen aber ihre täglichen Pflichten in der Baronie eingesetzten Verwaltern und Vögten, während sie sich am fürstlichen Hof aufhalten. Besonders jedoch die Junker und Edlen, meist nur Titularadel, sind vornehmlich am Hof zu finden, wo sie klangvolle Posten einnehmen wie „Junker des fürstlichen Sattels“ oder „Edle der fürstlichen Morgentoilette“. Zugunsten von einigen Privilegien haben viele Adlige des Fürstentums ihre Position im Feudalsystem aufgegeben.

Gesetze und Gerichtsbarkeit

Die Carta Lupiana wurde 258 für Einzum als verbindlich anerkannt. Die richterliche Gewalt liegt ausschließlich in den Händen des Adels bzw. seiner direkten Beauftragten, wobei der Fürst selbst als „legibus solutus“ (lat. „von den Gesetzen losgelöst“) gilt.

Nicht selten werden für kleinere Delikte oder als Strafe für Säumigkeit bei der Zahlung der Abgaben und Steuern das Strafmaß der Leibeigenschaft, auch für ganze Familien („Sippenstrafe“) festgesetzt.

Zusatz zur Carta Lupiana § 5

Als Lebewesen im Sinne der Carta werden nur Menschen angesehen.



Politik

Innenpolitik

Der Wohlstand beschränkt sich fast ausschließlich auf den Adel des Landes, da reiche Bürger oft schnell in den Adelsstand erhoben werden. Gerade, weil die Adligen ihre Zeit lieber am Hof in Kronau verbringen anstatt ihren Pflichten in den Baronien nachzugehen, haben sie in der Bevölkerung ein geringes Ansehen.

Es mag verwundern, dass die fürstliche Familie als Garant einer langen friedlichen Epoche und der Kontinuität im Gegensatz zum Adel im einfach Volk hoch angesehen und sehr beliebt ist. Zahlreiche Legenden ranken sich um die Fürsten und viele Lieder erzählen von ihren ruhmreichen Taten.

Während man kaum einen Bauer finden wird, der des Lesens und Schreibens mächtig ist, ist die Bildung fast ausschließlich auf den Adel und die obere Schicht des Bürgertums beschränkt. Um die Bildung zumindest dieser Schichten zu fördern hat der amtierende Fürst kurz nach seiner Thronbesteigung eine Universität in Kronau gestiftet. Die Fürst-Karel-Universität steht zwar nur finanziell besser gestellten Schichten offen, hat aber auch zur Entstehung eines Bildungsbürgertums in Kronau beigetragen.

Außenpolitik

Grundsätzlich verfolgt Einzum eine introvertierte Politik. Obwohl seit jeher ein Fürstentum im Kaiserreich Lupien, pflegte man in der Vergangenheit nur einen geringen Kontakt zu seinen Nachbarn. Es scheint aber Bestrebungen zu geben die selbstgewählte Isolationspolitik ansatzweise zu lockern.

In der Politik des Kaiserreiches, an der sich ein Repräsentant des Fürsten in Peria beteiligt, vertritt das Fürstentum seit jeher die konservativen Positionen und ist ein Gegner jeder Veränderung. War das Fürstentum früher ein bedeutender Faktor in der Politik des Kaiserreiches, so ist der Einfluss von Einzum auf die Politik des Kaiserreiches in den vergangenen hundert Jahren merklich zurück gegangen.

Im lupianischen Bürgerkrieg unterstützte Einzum den Thronanspruch von Edelgard, da nach traditioneller Auffassung von Fürst Karel II. immer die älteste Person mit Anspruch auf den Herrschertitel die Würde des Kaisers verdient hat. "Zur Wahrung der Einheit des Kaiserreiches" hat das Fürstentum aber nie offiziell aktiv in den Bürgerkrieg um die Kaiserkrone eingegriffen - wohl auch auf Grund seiner isolierten Lage im Westen, wo das Fürstentum von konradtreuen Gebieten umgeben ist.

Mehr als einmal hat sich Fürst Karel II. beiden Seiten als Vermittler angeboten, während er jedoch im Geheimen Edelgard, die sich zur Kaiserin gekrönt hatte, mit Material, Nahrungs- und Geldmitteln sowie Informationen versorgte. Ihre Anfragen auf eine Unterstützung durch Truppen wurde jedoch immer abgelehnt.

Nach dem Tod von Edelgard und dem Ende des Bürgerkrieges hat der Herrscher von Einzum Konrad als rechtmäßigen Kaiser anerkannt.

Beziehungen pflegt das Fürstentum Einzum nur zu den östlichen Nachbarn Eslador, Brüggenau, Ährenfeldt und Zwischenwald. Das südwestlich gelegene Elbenreich Ameran, das hinter einem Nebel verborgen liegt, ist den Einzumern ebenso wenig geheuer, wie die nordwestlich gelegenen Schwarzen Wälder und viele Gerüchte und Legenden ranken sich über diese Länder und die Wesen, die in ihnen leben. Für eine von Frauen dominierte Gesellschaft haben Einzumer nur Verachtung übrig, so dass der Bau einer Palisade zur Grenze von Beghera durch die dort lebenden Amazonen den Einzumern nur recht war.



Wirtschaft

Wirtschaftspolitik

Merkantilismus mit dem Bestreben Überschüsse durch den Außenhandel zu erwirtschaften. Geprägt wird die Wirtschaftspolitik von Einzum durch signifikante staatliche Eingriffe in die Binnenwirtschaft und durch die Kontrolle über den Außenhandel. Während Exporte aktiv gefördert werden, werden Importe von Gütern, die auch in Einzum selbst hergestellt werden können, durch Anwendung zum Teil hoher Zölle gehemmt. Einzig auf Luxuswaren für den Adel werden keine Einfuhrzölle erhoben. Der Export wird durch das Fürstentum kontrolliert und nur durch lizenzierte Handelshäuser durchgeführt, meist in die nicht weit von Einzum entfernt gelegene Stadt Brüggenau.

Währung

Im Jahre 258 wurde im Fürstentum Einzum die Währung des Kaiserreiches Lupien eingeführt, die indessen alle anderen Währungen ersetzt hat. Nur im Westen des Landes findet man noch Formen des Tauschhandels und auch die Bezahlung der Abgaben bzw. des Zehnts erfolgt teilweise in Naturalien.

Handel

Einzum ist in der Lage sich selbst mit Nahrungsmitteln und für das tägliche Leben erforderlichen Waren zu versorgen. Alle Überschüsse werden exportiert, in erster Linie Getreide, Schafswolle, Rindsleder und hochwertiges Eisenerz aus dem Westen des Fürstentums.

Mangelware auf den Märkten in Einzum sind Luxusgüter, wie teure Stoffe, filigraner Schmuck und besondere Delikatessen. Diese werden fast ausschließlich zum Nutzen der herrschenden Schicht importiert.



Magie

Magische Begabungen sind in Einzum sehr selten. Auf Grund des Aberglaubens in der Bevölkerung wurden magisch begabte Kinder früher getötet, stehen aber seit dem Jahr 413 unter dem persönlichen Schutz des jeweiligen fürstlichen Landesherrschers. Für ihre Ausübung gibt es zudem keine über den §9 der Carta Lupiana hinaus gehende gesetzliche Einschränkung. Magier sind ergo in der Bevölkerung nicht unbedingt geachtet, sondern eher aufgrund ihrer seltsamen Fähigkeiten gefürchtet.

Konnten sich alle Magier im Fürstentum bis zum Jahre 739 frei bewegen, wurden aufgrund der Ereignisse in Jesseq gesetzliche Einschränkungen erlassen. Damit wurden die Magier des Landes der Kontrolle des Fürstenhauses unterworfen und an einen Ort im westlichen Landesteil verbannt, wo das „ Fürstliches Institut für freie magische Wissenschaften und arkane Theorien zu Lavagrund“ aufgebaut wurde.

Reisende Magier müssen sich im Fürstentum aufgrund dieses alten, aber nur noch selten kontrollierten Gesetzes, bei den Behörden registrieren lassen und dürfen ihre Fähigkeiten nicht anwenden.



Militär

Das Heer des Fürstentums ist auf den Fürsten und das Herrschergeschlecht vereidigt und wird demnach grundsätzlich von ihm unterhalten. Die Garnisonen sind darüber hinaus aber, da sie den Schutz einer Region gewährleisten, auch von den jeweiligen Provinzen zu ernähren. Der Fürst ist Oberbefehlshaber aller stehenden, bewaffneten Truppen. Der Adel selbst unterhält keine eigenen Einheiten. Das Heer, das auch polizeiliche Aufgaben wahrnimmt, soll Einzum vor allen inneren und äußeren Feinden schützen und die Ordnung im Fürstentum gewährleisten.

Die Streitkräfte Einzums sind, an der Landesgröße und der Größe der Bevölkerung gemessen, relativ stark. Das Gros des Heeres, im Besonderen die Garderegimenter, sind im Osten des Landes stationiert. Abgesehen von einigen Garderegimentern in Kronau besteht das Heer in erster Linie aus leichter Kavallerie, Plänklertruppen und Sappeure.

In vielen Landesteilen, im Besonderen im Westen, werden aber auch Bauern immer wieder zu Milizen zusammengezogen und notdürftig ausgebildet (und ausgestattet), um im Bedarfsfall gegen Gruppen von Räubern vorzugehen.



Besonderheiten und Gerüchte

Besonderheiten

Der Regent Karel II. hat sein 70. Lebensjahr schon überschritten, aber erfreut sich, den Verlautbarungen des Hofes in Kronau zufolge, noch bester geistiger und körperlicher Gesundheit und soll bei den Kronhatzen, der alljährlichen großen Herbstjagd der Krone in den Wäldern der westlichen Baronie Warian-Au, immer noch eigenhändig den größten Keiler mit dem Ger erlegt haben.


Der Fürstentag

Seit Beginn des Fürstengeschlechts van Elthing et de Hoek wird der Thronfolger, also der Fürst oder die Fürstin, immer am selben Tag des Jahres geboren, was sicher auf die Göttin Soteira zurück zu führen ist, mit der der Stammvater des Geschlechts die Linie in einer stürmischen Nacht gegründet hat. Natürlich wird dieser Tag gefeiert und ist der wichtigste Festtag des Fürstentums. Interessant ist dabei, dass sowohl der jetzige Thronfolger Hendrick als auch seine jüngere Schwester Iska an diesem Tag geboren wurden, was als besondere Segnung des Fürsten und des Fürstengeschlechts gewertet wird.

Dabei ist der Tag nicht nur ein Geburtstagsfest, sondern auch eine Erneuerung des Bundes zwischen dem Volk und dem Fürsten. Der allseits beliebte Fürst schützt die Menschen nämlich auch vor den "dunklen Mächten", also bösen Tieren, Wesen und Kreaturen aus den Wäldern und Gebirge sowie der Magie. Diese Mächte versuchen ja auch immer den Menschen zu schaden und gerade an diesen Feiertagen versuchen sie die Erneuerung des Bundes zu verhindern. Daher ist es wichtig, dass das Fest auf traditionelle Art und Weise begangen wird.

Diese traditionelle Art und Weise ist ein Turnier, an dem alle teilnehmen sollen (wer nicht teilnimmt beleidigt den Fürsten und stellt sich gegen den Bund). Das Turnier findet mit einem Spiel statt, dass in Einzum als Hexenkegeln bekannt ist (viele kennen es als Kubb oder Wikingerschach). Die große Figur in der Mitte steht dabei für die dunklen Mächte und die kleinen Holzstücke sind seine Kreaturen (z.B. Werwölfe, Vampire, Magier, Hexen), die man dann umwirft. Bei dem Turnier gibt es mehrere Gruppen. Die Siegergruppe spielt dann gegeneinander, bis nur noch eine Person übrig bleibt.

Diese Person hat dann die große Ehre am Abend das Symbol für die bösen Mächte (eine Art Pinjata) in das Feuer zu versenken, um damit den Bund mit dem Fürsten gegen die dunklen Mächte zu erneuern. Vorher werden noch Wünsche und Hoffnungen der Anwesenden auf kleine Zettel geschrieben und in das Symbol gesteckt. Anschließend sollen von der Göttin Soteira schon viele dieser Wünsche erfüllt worden sein.

Darüber hinaus werden noch einige andere Spiele für die Kurzweil angeboten und es ist ein Tag des Feierns und des Müßiggangs.

Normalerweise wird an so einem Festtag nicht gearbeitet, aber natürlich muss gekocht werden, Holz muss man hacken für den Ofen, etc. - aber das sind Arbeiten, die auch an jedem Feiertag gemacht werden (müssen).


Gerüchte

Gerade weil nur wenige Menschen von außerhalb sich in die ländlichen Gegenden von Einzum verirren, gibt es viele Gerüchte aus diesen Gebieten. So sollen dort Frauen als Hexen auf Scheiterhaufen verbrannt werden, Werwölfe durchstreifen die Wälder und fallen wehrlose Menschen an, Vampire lauern in den Lavagründen und Mittelgebirgen im Westen, schauerliche Wesen hausen in den Hochmooren einiger Baronien und Babajagas fliegen in Vollmondnächten über den Himmel.

Der Fürst und sein Sohn sollen sich vor einigen Jahren entzweit haben, weshalb er auch in die ferne Baronie Finstergrund versetzt wurde. Dabei soll es sich um die Anwartschaft auf den Kaiserthron gehandelt haben, bei der Hendrick im Gegensatz zu seinem Vater Konrad unterstützt hat. Daher wird auch gemunkelt, dass Karel seinen nun fast fünzig Jahre alten Sohn nicht als seinen Nachfolger betrachtet.

Iska, die Tochter des Fürsten, die an die dreissig Jahre alt ist, wurde indessen zum dritten Mal Witwe. Jeder ihrer Männer ist durch einen tragischen Unglücksfall ums Leben gekommen und es gibt erste Gerüchte, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll. Die Baronin von Elbgrund gilt als Lieblingskind ihres Vaters.

Karel II. soll einen Hofastronomen haben, der auch in Alchemie bewandert ist. Er soll, fast wie ein Gefangener, in einem Turm des Fürstenpalastes wohnen und Niemand außer dem Fürsten hat zu ihm Zugang.